30.05.2017

Angekommen in Hiker Town stelle ich fest, dass dieser Ort eigentlich Neenach heißt. Hiker Town ist dagegen der Name des Grundstücks von Joe der ein privaten Campingplatz direkt am PCT unterhält. Der Campingplatz ist umzingelt von kleinen Hütten die dem ganzen eine Art Old Western Flair geben. Hier kann man entweder für 5 Dollar sein Zelt aufschlagen oder wie ich in einer der Hütten für 10 Dollar auf einem Sofa nächtigen. 

Der Tag war, wie sollte es auch anders sein, mal wieder sehr heiß. Ich kriege hier aktuell ein bisschen von dem Wetter in Good Old Germany mit. Eure „Bullenhitze“ ist im Verhältnis zu meinem Temperaturen in der Wüste ein Witz! Also beschwert euch nicht. 😛 Nein Spaß, es ist hier seit Tagen nie unter 30 Grad gefallen. Aber so langsam gewöhnt sich selbst der rothaarige Weiße an das Klima. 

Am Platz von Joe fährt der Besitzer eines Cafes um die Ecke jede Stunde die Hiker ins „Dorf“ (Natürlich um Kundschaft anzulocken) dort hatte ich heute einen Bacon-Cheeseburger. Außerdem werde ich dort meinen Resupply für die nächsten 4 Tage vornehmen. 


Am Abend hat mir ein Bekannter von Joe gezeigt wie man eine Axt auf ein Ziel wirft. Dieser Mann hieß Handiemann „Cowboy“ Steave. Halt eben eine echte Granate. Tatsächlich konnte ich schnell die Axt ins Bullseye buxieren. Wahnsinns typ. Auch wenn mich seine 1 Liter Budweiser Pulle auf seiner Harley Davidson, mit der er später nache Hause gefahren ist, ein bisschen verwundet hat. 😂 Aber wie ich mittlerweile feststellen musste ist betrunken Autofahren in den USA auf dem Lande eher ein Kavaliersdelikt…

Zudem zeigte er uns wie man mit der „Korea-Technik“ erfolgreich ein Messer ins Bull buxiert. Auch das hat wundervoll geklappt. Ich mag den Kerl! Was man hier nicht alles lernt..

Nun werde ich meinen Schlafsack rausholen und auf dem Sofa hoffentlich bald einschlafen um morgen Richtung Techachepi (48 Meilen) zu laufen.

Jan

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